Nach langen Verhandlungen hat sich die spanische Zentralregierung in Madrid auf zwei neue Dekrete gegen die Wohnungsnot geeinigt. Eines sieht unter anderem einen Schutz vor Zwangsräumungen bis 2030, strengere Regeln für Saison- und Zimmervermietungen sowie eine Verlängerung bestimmter Mietverträge vor. Das zweite Dekret regelt die automatische Verlängerung von Mietverträgen.
Die beiden Dekrete sollen schon am Freitag im Kongress bestätigt werden. Eine Mehrheit dafür ist allerdings noch nicht gesichert. Auch in Palma hat es gestern Proteste gegen Zwangsräumungen und für einen stärkeren Mieterschutz gegeben - an der Plaza España wurde außerdem ein Protestcamp errichtet.
Anlass war der Fall der 87-jährigen Maricarmen aus Madrid, die nach 70 Jahren ihre Wohnung räumen musste. Inzwischen gibt es eine Einigung mit den Eigentümern: Die Seniorin darf nach ihrem Krankenhausaufenthalt in ihre bisherige Wohnung zurückkehren.
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MALLORCA AKTUELL - WIRTSCHAFT / POLITIK
Regierung einigt sich auf zwei Dekrete gegen die Wohnungsnot

Bild: La Moncloa
Spanienweit hat es Proteste gegen Zwangsräumungen und für einen stärkeren Mieterschutz gegeben.