Von Montag bis Freitag ging es in den Kliniken deutlich ruhiger zu: das Gesundheitspersonal auf den Balearen hat in dieser Woche die Arbeit niedergelegt, um gegen die geplanten Änderungen ihrer Arbeitsbedingungen zu protestieren. Allein auf Mallorca wurden deshalb 278 Operationen und 15.626 Sprechstunden und Untersuchungen abgesagt. Balearenweit wurden über 20.000 Termine abgesagt.
Die Gesundheitsbehörde IB-Salut will zwar alle Termine nachholen, kündigt aber an, dass sich die Wartelisten erst einmal verlängern. Sollte es keine Einigung geben, gehen die Streiks einmal im Monat weiter.
Hintergrund des Streiks sind Reformpläne aus Madrid. Geplant ist unter anderem eine Neuordnung der Arbeitszeiten und Bereitschaftsdienste. Viele Ärzte kritisieren, dass ihre oft langen Dienste weiterhin nicht ausreichend als reguläre Arbeitszeit gewertet werden – etwa bei der Bezahlung oder später für die Rente. Außerdem fordern sie eine klarere berufliche Einstufung, die ihrer Ausbildung und Verantwortung besser entspricht.
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Fünf Tage Ärztestreik auf den Balearen deutlich spürbar

Balearenweit wurden über 20.000 Termine abgesagt.