Vertuschung von Arbeitsunfall

Die Staatsanwaltschaft auf Mallorca fordert vier Jahre Haft für einen Unternehmer, der versucht haben soll, einen tödlichen Arbeitsunfall zu vertuschen.

Die Staatsanwaltschaft auf Mallorca fordert vier Jahre Haft für einen Unternehmer, der versucht haben soll, einen tödlichen Arbeitsunfall zu vertuschen.
Das Unglück passierte im Oktober 2017 auf einer Baustelle in Palma, wo ein 48-jähriger Afrikaner bei Arbeiten aus einem Fenster in die Tiefe stürzte. Der Chef der Baufirma alarmierte nicht den Rettungsdienst, sondern fuhr den Bauarbeiter mit dem Auto ins Krankenhaus.
Der Verletzte wurde durch den Unfall querschnittsgelähmt und lag monatelang im Krankenhaus. In dieser Zeit soll der Unternehmer die Frau des Opfers nahezu täglich bedrängt haben, sie solle aussagen, der Unfall sei zuhause geschehen. Offenbar arbeitete der Afrikaner illegal auf der Baustelle, außerdem waren auf der Baustelle keine Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. Der Verletzte erlag seinen Verletzungen zehn Monate nach dem Unfall. Die Witwe zeigte den Unternehmer an.