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24 Fakten zum Weihnachtsfest auf Mallorca

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Die Weihnachtszeit ist eine ganz besondere - auch auf Mallorca. Eine Zeit voll von bunten Lichtern, vielen Leckereien, alten Bräuchen und kuriosen Geschichten. Wir haben mal 24 Dinge und Fakten über die Weihnachtszeit gesammelt, die sie kennen sollten:

 

1. Weihnachtsbeleuchtung

Die Weihnachtsbeleuchtung in Palma besteht in diesem Jahr aus mehr als 4.000 Beleuchtungselementen. Es sind fast 1.100 Bäume geschmückt, davon allein 200 Palmen. Die Inselhauptstadt lässt sich die Weihnachtsbeleuchtung auch in diesem Jahr einiges kosten: Mehr als eine Million Euro werden für vorweihnachtliche Events, Weihnachtsdekoration und Beleuchtung ausgegeben.

2. Kastanien

Von November bis Februar erfüllt der Duft von frisch gerösteten Kastanien die Straßen von Palma. Viele Verkäufer bieten die leckeren Früchte hier schon seit Jahrzehnten an. Zehn Minuten über der Holzkohle geröstet entfalten sie ihr Aroma und man bekommt sie noch heiß in der Papiertüte überreicht. Übrigens: Fast alle Esskastanien, die an den Ständen in Palma angeboten werden, stammen aus Galizien. Da stehen nämlich Unmengen an Kastanienbäumen, deren Früchte im ganzen Land verkauft werden.  

3. Die Krippe

Auf Spanisch: El belén! Aufwändig geschmückte Krippen spielen eine große Rolle in der mallorquinischen Weihnacht. Sie werden zu den Feiertagen in allen Kirchen, in Privathäusern, in Schaufenstern, auf Märkten und in fast jedem öffentlichen Amt aufgebaut. Es ist Tradition, dass man Jahr für Jahr eine neue Figur hinzufügt.

4. Caganer

Heißt übersetzt: Kleines Scheißerchen! Der Caganer ist eine eigenwillige Krippenfigur aus dem katalanischen Kulturkreis. Sie stellt eine Person mit heruntergelassenen Hosen dar, die sich im Umfeld der Geburt Jesu erleichtert. Verewigt wurde damit ursprünglich eine Bauerngestalt. Mittlerweile sind es aber eher Persönlichkeiten wie Königin Letizia, Fußballer Leo Messi oder Papst Franziskus. Generell gilt: Der Caganer bringt Glück, zumindest für den, der ihn in der Krippe findet.

5. Nikolaus

Der Nikolaustag am 6. Dezember ist zwar in Spanien ein Feiertag, allerdings wird dieser Tag nicht zu Ehren von St. Nikolaus begangen, sondern es wird die spanische Verfassung gefeiert. Auf Nikolaus warten spanische Kinder also nicht. Sie wissen ja auch: Der Schutzheilige der Schifffahrt ist gerade in Holland. Als Sinterklaas setzt er von Spaniens Küste zur niederländischen Küste über, steigt auf seinen Schimmel und verteilt Kekse an die Bewohner. Somit kann der Nikolaus ja gar nicht in Spanien sein.

6. Turrón

Turrón ist sowas wie die spanische Nationalsüßigkeit und hier in der Weihnachtszeit extrem beliebt, also wie in Deutschland der Lebkuchen oder Spekulatius. Turrón besteht vor allem aus Mandeln, Honig und Zucker und ist extrem süß. Es gibt harten Turrón aus ganzen Mandeln und weichen Turrón aus gemahlenen Mandeln. Turrón wird hier schon seit mehr als 500 Jahren hergestellt. Man geht davon aus, dass Turrón mit den Mauren aus dem arabischen Kulturraum zu uns kam.

7. Weihnachtszeit

In Spanien – und somit auch auf Mallorca – beginnt die Weihnachtszeit, nicht wie etwa in Deutschland, am 1. Advent, sondern offiziell am 8. Dezember mit dem Fest Mariä Empfängnis. Das Ende der Weihnachtszeit ist der 7. Januar, wenn viele müde aussehende Kinder am Tag nach den Heiligen Drei Königen wieder zur Schule müssen.

8. El Gordo

Die spanische Weihnachtslotterie kennt inzwischen fast jeder. Kein Wunder, ist sie doch die die größte und älteste Lotterie der Welt. Wer El Gordo, also den Hauptpreis, gewinnt, bekommt bis zu vier Millionen Euro. Die Gewinnerzahlen werden am 22. Dezember im Teatro Real in Madrid von Kindern vorgesungen. Das Ganze wird live im TV übertragen.

9. Weihnachtslieder

In Spanien heißen Sie Villancicos! Weihnachtslieder sind auch in Spanien fester Bestandteil des Weihnachtsfestes. Mit weihnachtlicher Besinnlichkeit haben sie oftmals nichts gemein. Sie erklingen eher mit schnellen Rhythmen und einprägsamen Melodien. Selbstverständlich gibt es aber auch eine spanische Version des berühmten Weihnachtsklassikers „Stille Nacht, heilige Nacht“: „Noche de Paz, Noche de Amor“. Die Villancicos waren einst Lieder der einfachen Leute. Viele der heute beliebten Weihnachtslieder haben sich erst im Laufe des 20. Jahrhunderts zu wahren Ohrwürmern in Spanien entwickelt.

10. Heilige Drei Könige

Die eigentliche Bescherung, so wie sie in Deutschland traditionell bereits am Heiligenabend gemacht wird, findet in Spanien erst am 6. Januar statt. Das ist der Tag der Heiligen Drei Könige. Sie bringen den Kindern ihre Geschenke. In fast jeder Stadt in Spanien wird der Einzug der Heiligen Drei Könige bereits am 5. Januar mit einem Umzug, der Cabalgata de Reyes gefeiert. Mit Pferden und Kutschen, in buntem Gewand und mit Goldkronen halten Caspar, Melchior und Balthasar feierlich Einzug.

11. Advent

Bei den Spaniern verläuft der Advent eher beschaulich. Den ersten, zweiten, dritten und vierten Advent kennen die Spanier nicht. Somit gibt es hier auch keinen Adventskranz. Auch Adventskalender, mir den aufregenden 24 Türchen, sind in Spanien nicht so verbreitet wie in Deutschland. Allerdings sieht man sie seit ein paar Jahren auch in spanischen Supermärkten. Das ist also ein Brauch, den die Spanier auch so langsam adaptieren.

12. Glühwein

Ganz klar gehört zu einem Weihnachtsmarktbesuch in Deutschland auch das eine oder andere Tässchen Glühwein. Den kennen die Spanier nicht. Glühwein, oder vino caliente, ist meist nichts für die Spanier. Lieber greifen sie bei einem Weihnachtsmarktbesuch zu einer Tasse heißen Schokolade, also zur chocolate caliente.

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13. Weihnachtsbaum

Der für uns Deutsche selbstverständliche Weihnachtsbaum war in Spanien lange Zeit unbekannt und hat sich erst in den letzten Jahren in die spanische Weihnachtstradition eingeschlichen. So ist der geschmückte Tannenbaum beispielsweise erst seit den 1980er-Jahren in vielen Häusern zu finden. Oft wird er hier schon Mitte November aufgestellt, meist aus Plastik. Wie in Deutschland, bleibt der Weihnachtsbaum auch hier bis zum 6. Januar stehen.

14. Weinachtsessen

Typisches Essen in Deutschland an Weihnachten: Die Weihnachtsgans! Hier auf Mallorca isst man an Weihnachten oft die Weihnachtssuppe Galets de Nadal als Vorspeise und danach ein Spanferkel, welches oft mit Sobrasada gefüllt wird.

15. Carbón de Reyes

Unartige Kinder bekommen am Dreikönigstag statt leckeren Süßigkeiten nur ein Stück Kohle. Aber natürlich nicht in Echt: Das sogenannte Carbón de Reyes ist ein Kandiszucker-Wassergemisch, das wie ein überdimensionaler Würfelzucker schmeckt und durch Rauch die schwarze Kohleoptik bekommt. Der Brauch kommt übrigens daher, dass sich früher die Geschenke der Heiligen Drei Könige auf alltägliche Bedürfnisse beschränkten. Melchor war verantwortlich für Kleidung und Schuhe, Kaspar verteilte Süßigkeiten, Quark, Honig und Nüsse und Balthazar war für die Bestrafung zuständig und brachte Stein, Holz oder eben Kohle. Immerhin wird der Carbon de Reyes meist hübsch verpackt im Jutesäckchen angeboten.

16. Weihnachtsgebäck

Neben dem typisch spanischen Turrón werden auf Mallorca zur Weihnachtszeit Neules – also Schneeflocken - gegessen. Dabei wird Teig zu trockenen Waffel-Röllchen verwandelt. Plätzchen gibt’s auf Mallorca auch, die heißen hierzulande allerdings Pastissets. Die kleinen mallorquinischen Blechkekse bestehen aus Mehl, Zucker, Schmalz und Eigelb. Weil das Auge bekanntlich mitisst, werden sie gern mit Mandeln oder Pinienkernen verziert.

17. Neules-Girlanden

Das sind kreisrunden Papierscheiben. Das ist der typisch mallorquinische Weihnachtsschmuck, der in kunstvoller Handarbeit geschnitten wird. Vor allem in den Kirchen werden Tausende Neules in weißen Girlanden über dem Altar und im gesamten Kirchenschiff aufgehängt. Die Themen reichen von floralen oder geometrischen Mustern bis zu biblischen Szenen. Gefertigt werden die meisten Schmuckstücke von Nonnen, die richtige Meisterinnen im Ausschneiden der Scheiben sind. Das feine Papier symbolisiert dabei die Spinnweben im Stall von Bethlehem.

18. Sibillengesang

Wer am Heiligabend um 23:00 Uhr in die Mitternachtsmesse in Palmas Kathedrale geht, der bekommt El Cant de la Sibilla zu hören. Das ist Folklore aus dem Mittelalter - vor allem im katalanischen und provenzalischen Sprachraum verbreitet. Und das ist nicht nur was für die Ohren, denn normalerweise kommt eine Frau in weißem Gewand auf die Bühne. Mit einem Schwert in der Hand singt sie dann nicht vom kleinen Jesus, sondern von der Apokalypse - dem Ende der Welt, so wie es in der Bibel steht.

19. Königliche Weihnachtsansprache

Traditionell gibt es am Heiligabend gegen Abend eine Weihnachtsansprache, die vom spanischen König abgehalten wird. Das Ganze wird im spanischen Fernsehen übertragen. Dabei lässt der Monarch das vergangenen Jahr Revue passieren und wagt einen Ausblick auf die kommenden zwölf Monaten. Für König Felipe ist 2021 seit seiner Krönung im Jahr 2014 die achte Weihnachtsansprache.

20. Roscon de Reyes

Zum Dreikönigstag gehört in Spanien auch der traditionelle Roscón de Reyes, der Dreikönigskranz. Dabei handelt es sich um einen Kranz aus Hefeteig, der mit kandierten Früchten garniert ist. Als Füllung wird in der Regel Sahne verwendet. Es ist Brauch, dass in einem Roscón de Reyes eine kleine Königsfigur versteckt wird. Wer das Stück mit der Figur erwischt, bekommt die kleine Papierkrone aufgesetzt. Man darf sich nun für einen Tag wie ein König fühlen. Daneben befindet sich in dem Kranz aber auch eine trockene Bohne. Wer dieses Stück erwischt, hat Pech gehabt. Er muss den Kuchen für alle bezahlen!

21. Misa de Gallo

Am Heiligabend trifft man sich in Spanien zur Mitternachtsmesse in der Kirche, diese Messe wird auch Misa del Gallo genannt. Das bedeutet: Messe des Hahns! Im Anschluss wird sich in kleineren Ortschaften auf bedeutenden Plätzen versammelt. Gemeinsam werden Weihnachtslieder angestimmt oder es wird ein Feuer angezündet, um bis in die Morgenstunden gemeinsam zu feiern. Ganz nach dem spanischen Motto: „Esta noche es Nochebuena y no es noche de dormir“!

22. Der Heiligabend

Aus Spanisch: Nochebuena! An diesem Tag versammelt sich die gesamte Familie zu einem großen Weihnachtsessen. Nach dem Mahl folgt traditionell die sogenannte Urne des Schicksals. Darin befinden sich viele Geschenke und Nieten. Sie wird auf den Tisch gestellt und jeder darf aus der Urne so lange etwas herausziehen, bis er ein Geschenk in den Händen hält. Die eigentliche Bescherung jedoch erfolgt traditionell am 6. Januar

23. El Niño

Nach El Gordo ist vor El Niño: Nur knapp zwei Wochen nach der spanischen Weihnachtslotterie werden bei El Niño am 6. Januar erneut Hunderte Millionen Euro ausgeschüttet. El Niño ist nach El Gordo die zweitgrößte Lotterie Spaniens. Die traditionelle Dreikönigslotterie gilt als kleine Schwester von El Gordo und bringt rund 700 Millionen unter das Volk.

24. Weihnachtsgeschenke-Diebstahl

Letztes Jahr am 28. Dezember brach ein Mann in Palma bei seinem Nachbarn ein und stahl dort Weihnachtsgeschenke im Wert von knapp 115 Euro. Später bekam er ein schlechtes Gewissen und brachte alles zurück. Trotzdem wurde er wegen Einbruchs verurteilt: Zu zwei Jahren Gefängnis!