Puigdemont sagt nicht vor nationalem Gerichtshof aus

Der abgesetzte Katalonien-Präsident Carles Puigdemont wird heute nicht nach Madrid reisen, um vor dem nationalen Gerichtshof Spaniens auszusagen - auf Anraten seines Anwalts.

Dieser geht davon aus, dass auf seinen Mandanten in Spanien kein fairer Prozess wartet. Gegen Carles Puigdemont und weitere Mitglieder der abgesetzten Regionalregierung wird unter anderem wegen Rebellion, Auflehnung gegen die Staatsgewalt und Unterschlagung öffentlicher Gelder ermittelt. Sollten sie verurteilt werden, drohen ihnen Haftstrafen von bis zu 30 Jahren.

Puigdemont und 13 seiner Minister waren nach der Entmachtung durch die spanische Zentralregierung am Montag nach Belgien gereist. Von hier aus wolle der katalanische Ex-Regionalpräsident die Interessen der Katalanen weiter verfolgen, wie er erklärte. Zuvor war spekuliert worden, Puigdemont wolle in Belgien politisches Asyl beantragen.

(Bild: Anna-K. Frank / pixelio.de)