Führende Unternehmen der balearischen Wirtschaft sind sich einig, dass an ein Wachstum momentan nicht zu denken sei. Das ging aus einem Treffen hervor, zu dem die balearische Vereinigung für Fortschritt und Entwicklung, APD, in Palma eingeladen hatte. Dabei diskutierten unter anderem der Regionaldirektor Air Berlins, Álvaro Middelmann, und der Berater der Banca March, Fancisco Verdú, mit Regierungspräsident Francesc Antich, über Erwartungen und Pläne für die naheliegende wirtschaftliche Zukunft der Unternehmen. Heraus kam dabei, dass es momentan vorrangig um das Überleben der Krise geht. Diesbezüglich zeigten sich die Unternehmer optmistisch. Durch frühzeitige Kostenreduktion konnten Umsatzrückgänge besser abgefangen werden. Dementsprechend könne man die Krise bewältigen, allerdings in dem das Kerngeschäft gestärkt wird. Investitionen in neue Angebote wären derzeit nicht möglich.
Balearen haben 2008 gut abgeschnitten
Die Inseln lagen beim Wachstum des Bruttoinlandsprodukts auf Platz drei in Spanien im Vergleich zu anderen autonomen Regionen. Das geht aus einer Studie des nationalen statistischen Instituts hervor. Im abgelaufenen Jahr betrug das Wirtschaftswachstum 1,8 Prozent. Dieser Wert wurde nur vom Baskenland und der Region Navarra übertroffen. In ganz Spanien lag das Wachstum bei nur 1,2 Prozent. In der EU war es im Durchschnitt mit 0,9 Prozent noch niedriger.
Investitionen sollen einfacher werden
Weniger bürokratischer Aufwand soll Investitionen auf den Balearen jetzt erleichtern. Das haben Mallorcas Gemeinden und der Inselrat mit der Balearenregierung vereinbart. Weiter soll die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Verwaltungseinheiten verbessert werden. Nach der Präsidentin des Inselrates, Francina Armengol, zähle jeder eingesparte Euro in Verwaltungsangelegenheiten in Anbetracht der wirtschaftlichen Lage.
Unternehmensgründungen sind zurückgegangen
Die Zahl der neuen Firmen auf den Balearen ist im Januar diesen Jahres um knapp 50 Prozent gesunken. Das geht aus Daten des nationalen Instituts für Statistik hervor. Danach wurden 188 neue Unternehmen auf den Inseln in dem Monat angemeldet. Im Jahr zuvor waren es noch 355 Neugründungen. Damit liegen die Inseln unter dem nationalen Durchschnitt, wo es 44 Prozent weniger neue Eintragungen gab.
Unternehmensgründungen sind zurückgegangen
Die Zahl der neuen Firmen auf den Balearen ist im Januar diesen Jahres um knapp 50 Prozent gesunken. Das geht aus Daten des nationalen Instituts für Statistik hervor. Danach wurden 188 neue Unternehmen auf den Inseln in dem Monat angemeldet. Im Jahr zuvor waren es noch 355 Neugründungen. Damit liegen die Inseln unter dem nationalen Durchschnitt, wo es 44 Prozent weniger neue Eintragungen gab.
Regierung will Wirtschaft ankurbeln
Die Balearenregierung wird ein Drittel geplanter Finanzzusagen schnell einlösen. Die rund 54 Millionen Euro sollen Unternehmen und Kommunen Hilfestellung in der Finanzkrise geben. Zusätzlich will die Regierung den Kauf von Immobilien vereinfachen. Ein ausgearbeitetes Handlungskonzept wird am 20. März vorgelegt.
Einkommen pro Kopf ist gestiegen
Das Bruttoinlandsprodukt auf den Balearen stieg 2008 um 1,4 Prozent. Damit liegen die Inseln auf Platz drei unter den autonomen Regionen in Spanien. Das hat die Vereinigung der Landessparkassen in einer Studie bekannt gegeben. Das höchste Einkommen pro Kopf wurde in der Region Navarra erzielt. Auf dem letzten Platz liegt die Region Asturien.
Endesa wird aus Italien kontrolliert
Der spanische Stromgigant gehört zukünftig mehrheitlich der italienischen Gruppe Enel. Die Italiener haben 25 Prozent an dem Unternehmen von dem Bauunternehmen Acciona gekauft. Der Verkaufspreis lag bei 11 Milliarden Euro. Davon werden knapp drei Milliarden Euro mit Stromlieferungen abgegolten. Das Geschäft steht noch unter dem Vorbehalt der Regulierungsbehörden.
Service-Sektor leidet
Der Umsatz in dem Bereich ist auf den Balearen im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen. Das hat das nationale statistische Institut mitgeteilt. Die Beschäftigung in dem Bereich ist entsprechend um 1,4 Prozent zurückgegangen. Damit hat sich der positive Trend der vorherigen drei Jahre umgekehrt. Als einzige Branche konnte die Informationstechnologie auf den Inseln zulegen. Hier gab es ein Wachstum von gut einem Prozent.
Balearen sind mit Finanzausgleich nicht zufrieden
Der balearische Wirtschaftsminister Manera beklagt, dass die Zahlungen aus Madrid in diesem Jahr deutlich unter der eingeplanten Summe liegen. Die Zentralregierung will 200 Millionen Euro nach dem neuen Finanzierungssystem auf die Inseln überweisen. Ursprünglich sollten über die kommenden drei Jahre jeweils 390 Millionen fließen. Der Delegierte der Balearen in Madrid Pere Sampol bezeichnete den beabsichtigten Finanzausgleich als beleidigend und in Zeiten der Krise als nicht ausreichend.



