Die Kirche von Bunyola hat ihre eigenen Vorkehrungen gegen die Schweinegrippe getroffen: Um der Krankheit vorzubeugen, hat der Pfarrer der Gemeinde, Pere Oliver, das Taufwasser entsorgt. Dadurch soll eine Übertragung der Schweinegrippe über das Wasser vermieden werden. Das Bischoffsamt von Mallorca hat sich bisher noch nicht dazu geäußert, welche Vorsorgemaßnahmen von den Kirchen zu treffen sind.
Gesundheitsministerium informiert Schüler über die Schweinegrippe
Zum Beginn des neuen Lehrjahrs am 1. September werden an den balearischen Schulen Infoblätter ausgeteilt. Sie sollen Kinder und Jugendliche bestmöglich über Symptome, Übertragungswege und Schutzmaßnahmen aufklären. Schul- und Bildungsministerium der Balearen arbeiten in dieser Sache zusammen. Gemeinsam wolle man Schüler aufmerksam, nicht aber ängstlich machen. Außer der Informationsmaßnahme sind bisher keine weiteren Aktionen an Schulen geplant. Laut Bildungsministerin Barbara Galmes sei dies derzeit nicht nötig.
Taxifahrerverband fordert kostenlose Impfungen gegen die Schweinegrippe
Die Taxifahrer der Balearen und des spanischen Festlands sprechen sich für einen Schutz gegen den neuen Grippe-Virus aus. Sie fordern die Gesundheitsminister dazu auf, genügend Impfmittel für alle Fahrer bereitzustellen. Als Argument führt die Vereinigung der Taxifahrer an, dass Fahrgäste oft von zu Hause in ein Krankenhaus oder zum Arzt gefahren werden wollen. Dies wiederum birgt ein Gesundheits-Risiko für die Taxifahrer.
Drei Handlungsschritte sollen Ansteckungen verringern
Das spanische Gesundheitsministerium will die Ansteckungsgefahr der Schweinegrippe eindämmen. Deshalb fordert es die Menschen auf, sich im Falle einer möglichen Erkältung oder Grippe wie folgt zu verhalten: 1. Beim Niesen immer ein Taschentuch vor Mund und Nase halten. 2. Das Taschentuch sofort danach entsorgen und 3. innerhalb der nächsten Minute die Hände waschen. Die Verhaltensratschläge sind Teil einer landesweiten Informationskampagne. Sie wird in den ersten zwei Septemberwochen an gut besuchten, öffentlichen Plätzen statt finden. So sollen Bürger bestmöglich über die Grippe-A aufgeklärt werden. Knapp 14.400 Menschen sind derzeit in Spanien an dem Virus erkrankt. Bisher sind zehn Menschen im Land daran gestorben.
Immer mehr Schweinegrippe-Fälle
Im Saarland wurden nun bereits acht Fälle der sogenannten Schweinegrippe bestätigt. Bei allen Erkrankten handelt es sich um Mallorca-Urlauber, die das H1N1-Virus von der spanischen Insel mit nach Deutschland gebracht haben. Alle Erkrankten sind zwischen 19 und 25 Jahren alt. Den Erkrankten gehe es jedoch gut, eine stationäre Behandlung sei nicht notwendig. Saar-Gesundheitsminister Gerhard Vigener rät Urlaubern der Baleareninsel besonders auf Hygiene zu achten, da sich der Virus über Tröpfcheninfektion verbreitet. Die Hände oft zu waschen und nicht zu oft direkt an den Mund zu führen, könnte das Infektionsrisiko bereits verringern. Sollte man die typischen Symptome wie Fieber, Gliederschmerzen oder Probleme mit den Atemwegen feststellen, so sollte der nächste Arzt aufgesucht werden. Auch in Hannover gibt es 71 neue Fälle von Erkrankten. Davon haben sich neun auf Mallorca infiziert.
Erster Schweinegrippefall auf Mallorca
Eine 55-Jährige wurde nach der Rückkehr aus einem Urlaub in den USA positiv auf das Grippe-A-Virus getestet. Die Frau befindet sich in gesundheitlich unbedenklichem Zustand und muss nicht weiter im Krankenhaus behandelt werden. Mit ihr ist der zweite Fall der Infektion auf den Balearen bekannt geworden. Der balearische Gesundheitsminister Vicenç Thomás klärte zu diesem Anlass noch einmal über die Pandemie auf. Sie übertrage sich zwar schnell innerhalb der Bevölkerung, sei in ihrem Krankheitsverlauf jedoch derzeit weniger gefährlich als erwartet.
Mallorquiner überstand Schweinegrippe
B-Proben fielen negativ aus
Die zwei Personen, die in Palma auf Schweinegrippe getestet wurden, sind definitiv nicht mit dem Virus infiziert. Das haben auch die Kontrolltests im Krankenhaus Son Dureta jetzt bestätigt. Die A-Proben waren bereits vorgestern negativ ausgefallen. Die beiden Patienten wurden nach dem Endergebnis nach Hause entlassen. Ganz Spanien bleibt derweil in Alarmbereitschaft. Gestern wurde ein zweiter Infektionsfall in Valencia verkündet. Die Gesundheitsminister der Regionen besprechen täglich in Videokonferenzen Vorsichtsmaßnahmen und Vorgehensweisen. Auch Kontingente von Mundschützern sind auf den Weg gebracht worden. Über 240.000 davon schickte Madrid an die Balearen.
Regierung ruft zu Besonnenheit auf
Bewohner der Balearen, die Grippesymptome verspüren, sollten sich nicht übermäßig beunruhigen. Das hat die Landesgesundheitsministerin, Trinidad Jiménez, im spanischen Fernsehen geraten. Solange sie sich in letzter Zeit nicht in Mexiko aufgehalten oder mit jemandem in Kontakt gestanden hätten, der aus dem Land angereist ist, bestehe kein Verdacht auf Schweinegrippe. Jimenéz empfiehlt den Betroffenen dennoch, in einem medizinischen Zentrum die üblichen Grippetherapien in Anspruch zu nehmen. Die Stellungnahme der Gesundheitsministerin ist eine Reaktion auf die jüngsten Verdachtsfälle im Land. In Albacete wurde ein Patient dabei positiv getestet. Die Anzahl der Fälle auf Mallorca wurde derweil von Gesundheitsminister, Vicenç Thomás, korrigiert. Es handele sich nicht um drei, sondern um zwei Personen. Erste Tests auf eine Infektion fielen bei ihnen negativ aus. Auf das Ergebnis der Kontrollprobe wird noch gewartet.
Erste Proben waren negativ
Drei Verdachtsfälle auf Schweinegrippe in Palma haben sich bisher nicht bestätigt. Am Abend waren Jugendliche auf eine Ansteckung hin im Krankenhaus Son Dureta untersucht worden. Sie klagten über hohes Fieber, Hals- und Muskelschmerzen. Das Negativergebnis der ersten Proben würde, nach Angaben des Krankhauses, trotzdem noch einmal überprüft. Mit definitiven Informationen wird innerhalb der nächsten 24 Stunden gerechnet. Die drei Patienten waren unabhängig voneinander in Mexico auf Reisen. Solange nicht klar ist, ob sie sich dabei mit der Schweinegrippe angesteckt haben, bleiben sie in Quarantäne. Erst gestern wurde auf dem Festland in Albacete ein erster Fall bestätigt. In ganz Spanien werden derzeit 24 Personen untersucht. Regierung und Mediziner rufen zu Besonnenheit auf. Alle der Patienten litten nur unter schwachen Symptomen.



