Zeitbanken sollen das Leben in der Krise erleichtern

Palmas Rathaus unterstützt den Austausch von Diensten ohne Geld. Vier Vereinigungen sollen ab Ende des Jahres den Austausch von Dienstleisungen als so genannte Zeitbanken verwalten. Um welche Vereinigungen es sich dabei handelt, wurde noch nicht veröffentlicht. Das Konzept der Einrichtungen ist einfach: Wenn man zum Beispiel Friseur ist, kann man seinen Dienst bei der Bank anbieten. Braucht man nun selbst zum Beispiel Hilfe im Haushalt, dann bekommt man über die Zeitbanken enstprechende Unterstützung vermittelt. Bezahlt wird dabei lediglich mit Zeit. Eine Stunde des eigenen Dienstes gegen eine Stunde des jeweilig benötigten Dienstes. Das Rathaus hofft, dass sich viele Menschen und Unternehmen an dem geldlosen System beteiligen. Fragen zu dem Thema beatnwortet ein Mitarbeiter unter der 971 – 228 756.

Escarrer fordert mehr Engagement

Der Vizepräsident der Hotelkette Sol Meliá, Sebastián Escarrer, wünscht sich mehr Einsatz von der Zentralregierung, um dem spanischen Tourismussektor aus der Krise zu helfen. Im Rahmen des fünften Tourismusforums in Madrid stand er der momentanen Entwicklung des Marktes äußerst kritisch gegenüber. Er spricht als Präsident der Vereinigung Exceltur für eine große Lobby des Sektors. Die Branche werde sich als eine der letzten von der Wirtschaftskrise erholen. Es bedürfe mehr staatlicher Unterstützung, als bisher geleistet wurde.

Vielen Geschäften droht Schließung

Weil sie unter anderem ihre Mieten seit Monaten nicht bezahlen konnten, droht vielen balearischen Geschäftsinhabern in den Touristenzonen das Aus. Das gab die Vereinigung für Tourismus und Handel, Acotur, zu verstehen. Präsident José Tirado befürchtet die Schließung von 25 Prozent der Läden, wenn das Geschäft in den nächsten zehn Tagen nicht in die Gänge kommt. Davon betroffen seien vor allem Händler, die nicht auf den Hauptverkehrsadern der Touristen liegen. Die Wirtschaftskrise hat in diesem Jahr bereits ihren Tribut gefordert. Wegen niedriger Urlauberzahlen in der Vorsaison haben über zehn Prozent der Geschäfte ihre Türen gar nicht erst geöffnet.