Palmas Fischer wollen ihren Fang direkt am Hafen verkaufen, wie dies an anderen Orten üblich ist. Bisher müssen alle Fischer der Insel ihre Ausbeute über die Großmärkte anbieten. Viele halten sich nicht an diese Regelung. Sie verkaufen ihre Ware zum Teil illegal in den kleinen Häfen außerhalb Palmas. Dadurch seien sie klar im Vorteil, so die Schiffsrederin Eva García. Die Ministerin für Landwirtschaft und Fischerei, Mercé Amer, will auf die Forderungen nicht eingehen.
Fangpraktiken wurden streng kontrolliert
Das Fischereiministerium hat im abgelaufenen Jahr 271 Strafen wegen Verstoß gegen bestehende Gesetze verhängt. Das hat das Ministerium mitgeteilt. Sanktionen wurden wegen Fischen an Tagen, an denen dies nicht erlaubt war, ausgesprochen. Aber auch wegen fehlender Lizenzen, Fischen in geschützten Zonen oder Fangen von Exemplaren, die unter Artenschutz standen. Ministerin Amer zeigte sich zufrieden mit der Bilanz und betonte noch einmal die Wichtigkeit der Kontrollen.
Fischer erhalten 650.000 Euro Beihilfe
Im kommenden Jahr sind für die Fischer auf den Balearen Hilfen vorgesehen, um wirtschaftliche Nachteile auszugleichen. Das teilte Landwirtschaftsministerin Amer mit. Sie sagte, auch der zusätzliche Ruhetag würden den Fischern helfen, die Kosten für Kraftstoff im Griff zu behalten. Positiver Nebeneffekt ist, dass durch die Verknappung des Angebots die Preise anziehen könnten.
Fischer finden Forum in Europa
Der Vertreter der Fischer auf Mallorca, Toni Garau, bekommt heute die Gelegenheit die Probleme des Sektors im Europäischen Parlament vorzutragen. Dies ist das erste Mal, dass die Fischer sich Gehöhr in Europa verschaffen. Sie erhoffen sich Hilfen aus Europa für die Modernisierung der Flotte und Kompensationen wegen erhöhter Kosten. Außerdem soll durch den Besuch die europäische Vermarktung angekurbelt werden.
Fischer arbeiten einen Tag weniger
Ab November wollen die Fischer auf den Balearen einen zusätzlichen Tag in der Woche nicht zum Fischen fahren. Darauf haben sich die Bruderschaften der Fischer auf den Inseln geeinigt. Als Grund für diesen Beschluss gab der Vorsitzende der Vereinigung der Fischerzunft, Antonio Garau, die hohen Kosten für Kraftstoff an. Die Fischer seien zu diesem Schritt gezwungen, denn die Situation in der Branche sei so schlecht, wie selten zuvor, fügte Garau hinzu.
Fischer arbeiten eine Stunde weniger
Darauf haben sich die Bruderschaften der Fischer auf den Balearen verständigt. Statt zwölf Stunden auf See, sollen es in Zukunft nur noch elf sein. Damit soll erreicht werden, dass die Überfischung eingedämmt, Kraftstoff gespart und der Wert der Fische gesteigert wird. Das Abkommen gilt auch für die Fangflotten, die um Ibiza und Formentera unterwegs sind. Es soll innerhalb des nächsten Monats in Kraft treten.
Ibiza hat neue Fischhalle
Die Fischer von Ibiza Stadt verfügen ab heute über ein neues Gebäude zum Verkauf ihrer Fische. Das Gebäude misst 970 Quadratmeter und wurde vom Präsidenten der Hafenbehörde, Francesc Triay und Fischereiministerin Mercè Amer eingeweiht. In die neue Halle integriert sind eine Eisfabrik und eine Tiefkühlstraße. Der Bau hat 1,3 Millionen Euro gekostet. Die Fischer haben dort jetzt 36 individuelle Verkaufsräume.
Fischer warten auf Startschuss
Noch gibt es keinen konkreten Auftrag für die Fischer Quallen aus den Gewässern um die Insel zu holen. Nach der Ankündigung im Mai von Umweltministerium und Küstenschutz ist das Projekt noch nicht definitiv verabschiedet worden. Da im Moment keine Quallenschwärme gesichtet worden sind, sei das Problem wohl nicht so dringend, vermuten die Fischer. Ob sie im Sommer noch zur Verfügung stehen, sei nicht sicher, wenn jetzt keine endgültige Entscheidung fiele.
Fischer wollen Markthalle
Für den Verkauf des frischen Fischs fehlt derzeit in Puerto Sóller die geeigneten Marktstände. Die Fischer protestieren für eine neue Markthalle. Sie haben im Zuge des Protests einen improvisierten Stand am Hafen aufgebaut, um Fisch zu verkaufen. Der Bau einer sogenannten Lonja war von der neuen Regierung gestoppt worden. Der Vizepräsident der balearischen Hafenbehörde, Manuel Patiño, versprach bei einem Besuch, das Problem demnächst zu lösen.



