Die Sprecherin der Balearen, Maria Antonia Munar, die Inselratspräsidenten Francisca Armengol und Palmas Bürgermeisterin Aina Calvo zeigten sich dankbar, dass die Königsfamilie ihren Urlaub auf Mallorca nicht abgesagt hat. Nach den Attentaten auf der Insel müsse man schnell wieder zur Normalität zurückfinden. Durch die Präsenz der Königsfamilie wurde die Bevölkerung ermutigt und stark gemacht gegen die E.T.A.
Die Balearen bedanken sich bei der Königsfamilie für ihre moralische Unterstützung im Kampf gegen die E.T.A.
Größtes Waffenversteck der ETA ausgehoben
Die spanische und französische Polizei hat laut einem Pressebericht das wichtigste Waffenversteck der ETA ausgehoben. Dort stellten die Beamten 330 Kilogramm Sprengstoff sicher. Damit seien die Terroristen der baskischen Untergrundorganisation von der Versorgung mit Nachschub an Sprengstoff weitgehend abgeschnitten. Doch die E.T.A. gibt keine Ruhe.
So randalierten Anhänger der Untergrundorganisation in der vergangenen Nacht in Bilbao. In der baskischen Wirtschaftsmetropole setzten sie einen Linienbus und mehrere Autos in Brand. Menschen wurden nicht verletzt.
Mutmaßlicher ETA-Attentäter in Frankreich gefasst
Die Polizei im südfranzösischen Le Corbier hat Alberto Machain Beraza festgenommen. Das teilte die spanische Nachrichtenagentur, Efe, mit. Er ist einer der sechs gesuchten Personen, die mit den jüngsten Bombenanschläge auf Mallorca in Zusammenhang gebracht werden. Dabei starben zwei Polizeibeamte durch eine Autobombe in Palmanova. Beraza stand seit langem auf der Liste der meistgesuchten Kriminellen in Spanien.
Außer ihm wurden noch zwei weitere verdächtige Personen in den französischen Alpen gefasst. Sie sollen ebenfalls der baskischen Untergrundorganisation angehören.
Suche nach E.T.A. – Attentätern auf Spanien ausgeweitet
Die Polizei sucht nach den Bombenanschlägen auf Mallorca nun auch verschärft auf dem spanischen Festland nach den Attentätern. Die Zeitschrift “El Mundo” berichtet, dass unter anderem die Zufahrtsstraßen nach Madrid kontrolliert würden. Bisher ergaben die Fahndungen in Spanien noch keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Auf Mallorca werden weiterhin verstärkte Sicherheitskontrollen druchgeführt.
Informationshotline verzeichnet Rekordzahlen
Viele Touristen aus ganz Europa nutzen den neu eingerichteten Telefon-Infoservice, der nach den ETA-Anschlägen eingerichtet wurde.
Wie es heißt, sollen täglich bis zu 20 Menschen die Telefonhotline anrufen, um sich über die aktuelle Situation nach den Anschlägen zu informieren.
Die meisten Anrufe gingen aus England ein, direkt gefolgt von Deutschland und dem spanischen Festland. Die häufigsten Fragen waren zum Thema Sicherheit auf der Ferieninsel. Die Hotline ist seit dem 4. August geschaltet. Die Nummer ist die 900 – 900 – 365.
Vierte Explosion war auch E.T.A. Bombe
Die erste der insgesamt vier Detonationen am Sonntag wurde von der Polizei als mögliche Gas-Explosion eingeschätzt. Nach genauen Untersuchungen bestätigten die Behörden allerdings, dass es sich dabei doch um eine Bombe handelte. Demnach war dieser Sprengkörper der erste, der bei der Anschlagsreihe am Sonntag in die Luft ging. Er war ebenfalls von geringer Durchschlagskraft und explodierte um circa 12:30 Uhr in der Bar Nica auf der Avenida Comte de Sallent in Palma. Wie auch im Café Enco müssen die Schäden nun zunächst repariert werden, bevor die Lokale wieder öffnen können. Das Restaurant La Rigoletta in Portixol war bereits gerstern wieder geöffnet. Dort war vor zwei Tagen die zweite Bombe der E.T.A. detoniert.
Königsfamilie lässt sich von den Bomben nicht beunruhigen
Nur einen Tag nach den erneuten Bombenanschlägen auf Mallorca gibt sich die Königsfamilie gelassen. So schlenderte Königin Sofía gestern mit ihren beiden Töchtern Prinzessin Elena und Christina durch die Innenstadt Palmas. Sie meinen, man dürfe sich nicht verkriechen. Man müsse ganz normal weiter leben. So könne man den Terroristen zeigen, dass sie den Kampf nicht gewinnen werden.
Polizei tappt weiterhin im Dunkeln
Noch immer fehlt den Behörden jede heiße Spur auf der Suche nach den Terroristen. Die spanischen Ermittler treten nach den Anschlägen auf Mallorca auf der Stelle. Die Polizei geht zwar davon aus, dass sich mindestens zwei der Terroristen noch auf der Insel befinden, wo genau sich diese aufhalten ist jedoch mehr als unklar. Bei den Anschlägen der E.T.A. vergangenen Sonntag war niemand verletzt worden.
Leben auf den Straßen ging gewohnten Gang
Die Einwohner und Besucher Palmas haben sich von den E.T.A.-Anschlägen nicht von ihren üblichen Beschäftigungen abbringen lassen. Die Straßen der Stadt waren gefüllt, wie sonst auch. Auch auf der Plaza Mayor versammelten sich wieder Scharen von Touristen. Auch Königin Sofia war in der Inselhauptstadt unterwegs. Mit ihren Töchtern Elena und Christina spazierten sie entlang der Avenida Jaime III. Dabei trafen sie sich auch mit der der Mutter von Polizist Diego Salva. Ihr Sohn war bei den ersten E.T.A.-Anschlägen vor elf Tagen ums Leben gekommen.
E.T.A. – Anschläge lösen Proteste aus
Der spanische König Juan Carlos ist von den weiteren Anschlägen geschockt. Ihm nach wird die E.T.A. es jedoch nicht schaffen, Mallorca lahm zu legen. Auch die spanische Regierung werde weiterhin nicht auf die Forderungen nach einer Unabhängigkeit des Baskenlandes eingehen. Seit den Anschlägen gestern Nachmittag steht der König in engem Kontakt mit Regierungspräsident Antich sowie verschiedenen Behörden.
Die spanische Königin, Sofía, befindet sich seit gestern ebenfalls wieder auf der Insel.



