Während der am Mittwoch festgenommene Juan Manuel Morales derzeit sein erstes Wochenende in Haft verbringt, dringen immer mehr Details über den Fall ans Tageslicht. Der verdächtige Student lebte offenbar weitgehend zurückgezogen, las mit Vorliebe Nazi-Literatur, darunter Hitlers ?Mein Kampf? und verbrachte besonders viel Zeit im Internet. Dort äußerte er in diversen Foren und Blogs auch seine Bewunderung für die amerikanischen Columbine-Attentäter, die 1999 zahlreiche Schüler sowie einen Lehrer ihrer Highschool ermordeten. Auf einen dieser Einträge wurde ein venezolanischer Journalist aufmerksam, der die Posts bei der spanischen Polizei meldete. Der Hinweis half den Behörden, Morales auf die Spur zu kommen und letztlich zu fassen. Angesichts des Fahndungserfolgs rief die Nationalpolizei dazu auf, verdächtige Internetbeiträge zu melden. Dem wegen Waffen- und Sprengstoffbesitzes angeklagten Morales droht indessen eine Haftstrafe von bis zu 28 Jahren. Der Justiz gegenüber gab er bei einer Vernehmung an, geplant zu haben, selbstgebaute Rohrbomben an der Universität der Balearen zu zünden. Die Materialien dafür hatte er sich ebenfalls online beschafft.
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