Mit ahnungslosen Mitmenschen wird in Spanien nicht am 1. April gescherzt, sondern am 28. Dezember, dem so genannten Dia de los Santos Inocentes. Der „Tag der unschuldigen Kinder” erinnert eigentlich an den Kindermord in Bethlehem aus der Bibel. Die Medien in Spanien nutzen ihn aber traditionell, um lustige Falschmeldungen zu verbreiten. Eine Tageszeitung auf Mallorca behauptet heute zum Beispiel, dass die neue Brücke beim Krankenhaus Son Espases ab Januar mautpflichtig werden soll.
Flughafendaten
Ein Meereskoloss beherrschte gestern den Hafen von Palma
Das gigantische Kreuzfahrtschiff “Independence of the Seas” hat Platz für fast 4.400 Gäste und übertrifft sogar die berühmte Queen Mary 2. Es ist das dritte Exemplar der sogenannten Freedom-Klasse, gehört zu den größten Kreuzern der Welt und hat zwei Schwesterschiffe. Neben den Superlativen in Sachen Ausstattung und Technik, beeindrucken auch die enormen Baukosten von fast einer Milliarde Euro. Der Luxusliner kam aus Lissabon und legte noch in der Nacht in Richtung Barcelona ab. Die “Independence of the Seas” befindet sich zur Zeit auf einer 18-tägigen Fahrt über das Mittelmeer und den Atlantik.
Palma sammelte über einer Tonne Lebensmittel in einem Spendenkorb
Die Bürger waren dazu aufgerufen haltbare Lebensmittel hineinzuwerfen, um armen Menschen ein Weihnachtsessen zu ermöglichen. Urheber der Aktion waren Kaufleute in der Einkaufsstraße Via Sindicat. Spenden konnte man diesen Monat zwischen dem 15. und 23. Dezember. Der Korb, übrigens der größte in ganz Spanien, soll jetzt auch noch Geschichte schreiben und in das Guinness Buch der Rekorde eingehen.
Rafael Nadal eröffnet noch dieses Jahr die Tennissaison 2011
Der Mallorquiner spielt am Freitag ein Match in Katar. Der Tennisweltranglistenerste hat ein äußerst starkes Jahr hinter sich und will auch in Zukunft weiter Erfolge feiern. Auf dem Programm der nächsten zwölf Monate stehen wieder alle vier Grand Slams und insgesamt neun Masters Turniere. Dazu kommen dann noch der Davis Cup und Wettbewerbe in Paris, Shanghai, Barcelona und Tokio.
Die Polizei von Palma sucht zur Zeit einen Feuerteufel
Der Mann soll ein Haus in der Inselhauptstadt über Weihnachten gleich zweimal angezündet haben. Am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages erschien eine Frau bei der Polizei, um eine versuchte Brandstiftung in einem Wohnhaus anzuzeigen. Die Flammen hatten zwar keinen großen Schaden angerichtet, wenig später kehrte der Täter aber zurück, um sein Werk zu vollenden. Er brach die verschlossenen Fensterläden auf und schüttete eine brennbare Flüssigkeit in das Innere des Hauses. Dieses Mal verursachte er einen großen Schaden. Der mutmaßliche Brandstifter ist inzwischen identifiziert. Es handelt sich um einen 19-Jährigen. Das Motiv für die Brandstiftung ist noch völlig unklar.
Die Balearen bekommen nächstes Jahr 100 Millionen Euro vom spanischen Staat
Das erklärte Regionalpräsident Francesc Antich bei seinem traditionellen Weihnachsempfang für Medienvertreter. Das Geld stammt aus dem neuen Autonomiestatus und ist für den Ausbau des Bahnverkehrs, für eine neue Internetwerbeplattform oder für Verbesserungen an den Häfen bestimmt. Durch staatliche Investitionen ist es laut Antich gelungen, in diesem Jahr rund 40.000 Arbeitsplätze zu erhalten. Obwohl die Wirtschaftskrise noch länger spürbar sein wird, so Antich weiter, soll die Arbeitslosenzahl nächstes Jahr die magische Grenze von 100.000 nicht überschreiten.
Die Balearenbewohner sparten dieses Jahr bei den Weihnachtsausgaben
Angesichts der nach wie vor anhaltenden Wirtschaftskrise haben viele Bewohner der Insel ein schlankeres Weihnachten verbracht als in den Vorjahren. Das trifft zumindest für die Restaurantbesuche während der Festtage zu. Wie Pilar Carbonell, die Vorsitzende der Vereinigung der Restaurantbesitzer Caeb erklärte, wählten neun von zehn Gästen jeweils das günstigste Angebot. Lediglich bei den Hotelbuchungen für die Jahreswende stellte man einen leichten Aufschwung fest. Dies sei aber nur einer Preissenkung geschuldet.
Auf Mallorca gehört moderne Informationstechnologie zum Alltag
Die Inselbewohner sind insgesamt sehr gut mit Computern und Internetanschlüssen ausgestattet und nutzen sie fast täglich. Fast 40 Prozent kaufen online regelmäßig Waren oder bezahlen per Mausklick ihre Rechnungen. Rund ein Drittel der Inselbevölkerung reserviert Flugtickets und bucht Hotelzimmer im Netz. Viele Unternehmen wickeln ihre Geschäfte ebenfalls auf diese Weise ab, allerdings sehen Marktforscher hier noch Verbesserungsbedarf, da die Effizienz der Vorgänge relativ gering ist.
Die Zugstation Consell-Alaró wird im neuen Jahr umgebaut
Dafür hat die Balearenregierung rund vier Millionen Euro bereit gestellt. Geplant ist eine Vergrößerung des Parkplatzes in der Nähe und jeweils eine Unterführung für Fußgänger und eine für Autos. Außerdem ist der Bau von insgesamt zwei Verkehrskreiseln vorgesehen. Einer davon soll die Anbindung der Haltestelle an die Carretera Consell-Alaró verbessern. Die Baumaßnahmen sollen insgesamt sechs Monate dauern.



